Die Geldkarte "elektronische Geldbörse"

Die GeldKarte ist ein 1996 gestartetes System für eine elektronische Geldbörse in Deutschland, das die bargeldlose Offline-Zahlung ohne Benutzeridentifizierung (ohne PIN-Prüfung und ohne Unterschrift) von kleinen Geldbeträgen ermöglicht. Die Bezahlung erfolgt dabei mit einem vorbezahlten Guthaben, welches auf einer Chipkarte („Geldkarte") gespeichert ist. Im Jahr 2009 wurde in ganz Deutschland 45 Millionen Mal mit der Geldkarte bezahlt, durchschnittlich etwa drei Euro.

Die GeldKarte ist eine "Geldbörse" in Chip-form, die von der deutschen Kreditwirtschaft gemeinschaftlich getragen wird und vorrangig als Kleingeldersatz dient. Der Chip kann am Geldautomaten oder an speziellen Ladeterminals mit bis zu 200 Euro aufgeladen werden. Bezahlt werden kann unter anderem an Parkscheinautomaten, im Öffentlichen Personennahverkehr, an Zigarettenautomaten und in ausgewählten Einzelhandels-Bereichen. Die GeldKarte-Funktion erhält der Kunde in der Regel mit seiner Bank- oder SparkassenCard (bisher ec-Karte). Derzeit sind in Deutschland über 62 Millionen GeldKarten (70 % aller Bank- und SparkassenCards) im Umlauf, die an über 120.000 Akzeptanzstellen zum Einsatz kommen. Der Karteninhaber bleibt bei sämtlichen Bezahlvorgängen anonym. Für den Akzeptanzpartner ist die Zahlung per GeldKarte garantiert und damit gleichbedeutend mit einer Barzahlung.

Über Zusatzfunktionen des Chips wie dem Jugendschutz am Zigarettenautomaten und im Internet, dem Elektronischen Fahrschein, die Verwaltung von Bonuspunkten oder die Digitale Signatur wird die GeldKarte ihre führende Position als Bezahlsystem für Kleinbeträge in der physischen Welt sowie im Internet in den kommenden Jahren weiter ausbauen.